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Zwangsvollstreckung

Die Zwangsvollstreckung ist die erzwungene Durchsetzung eines festgestellten Anspruchs mit staatlicher Hilfe. Vollstreckungsorgane sind vor allem die Gerichtsvollzieher und die Vollstreckungsgerichte.

Für die Zwangsvollstreckung in das bewegliche Vermögen und die Abnahme der Vermögensauskunft sind die Gerichtsvollzieher zuständig.

Das Vollstreckungsgericht ist überwiegend zuständig für folgende Aufgaben:

  • Erlass von Pfändungs- und Überweisungsbeschlüssen (z. B. Gehaltspfändung, Kontopfändung)
  • Gewährung von Vollstreckungsschutz (z. B. Räumungsschutz)
  • Entscheidung über Beschwerden im Zusammenhang mit Vollstreckungsmaßnahmen
  • Erlass von Haftbefehlen zur Erzwingung der Abgabe einer Vermögensauskunft
  • Aufnahme von Anträgen auf Löschung aus dem örtlichen Schuldnerverzeichnis
  • Auskünfte aus dem örtlichen Schuldnerverzeichnis (sofern ein berechtigtes Interesse glaubhaft gemacht wird)

Das örtliche Schuldnerverzeichnis wird nur noch übergangsweise für „Alt-Fälle“ (§ 915 ZPO in der Fassung bis zum 31.12.2012) weitergeführt. Ab dem 01.01.2013 gelten die neuen Bestimmungen des Gesetzes zur Reform der Sachaufklärung in der Zwangsvollstreckung vom 29.07.2009 (BGBl. 2009, Teil I Nr. 48, Seite 2258). Das neue Schuldnerverzeichnis nach § 882b ZPO (ab dem 01.01.2013) wird für das Land Bremen zentral bei dem Amtsgericht Bremerhaven geführt (Zentrales Vollstreckungsgericht). Auskünfte nach neuem Recht (ab 01.01.2013) erhalten Sie ausschließlich über das Vollstreckungsportal der Länder unter www.Vollstreckungsportal.de.

Die verbindlichen Vordrucke:
Antrag auf Erlass einer richterlichen Durchsuchungsanordnung
Antrag auf Erlass eins Pfändungs- und Überweisungsbeschlusses insbesondere wegen gewöhnlicher Geldforderung
Antrag auf Erlass eins Pfändungs- und Überweisungsbeschlusses
Vollstreckungsauftrag an die Gerichtsvollzieherin/den Gerichtsvollzieher