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Nachlass - häufig gestellte Fragen

 Zu den Fragen, die besonders häufig an das Nachlassgericht Bremen gestellt werden, gibt es hier allgemein gefasste Antworten.

 

 

Bevor Sie sich mit Ihrer Anfrage an das Nachlassgericht wenden, prüfen Sie bitte, ob Sie hier schon die Antwort auf Ihre Fragen finden können.

Grundsätzlich ist das Amtsgericht nicht zu einer Rechtsberatung befugt. Wenden Sie sich daher bitte bei rechtlichen Fragen an einen Angehörigen der rechtsberatenden Berufe.

 

  • Das Nachlassgericht informiert einen möglichen Erben ausschließlich in folgenden Fällen über den Anfall der Erbschaft:

    1. Bei Vorliegen eines Testaments werden die im Testament bedachten Personen sowie die gesetzlichen Erben (wenn diese nicht auch testamentarische Erben sind) (§ 348 Abs. 3 FamFG) informiert.
    2. Derjenige, dem die Erbschaft nur aufgrund einer Ausschlagungserklärung eines zuvor berufenen Erben anfällt (§ 1953 Abs. 3 BGB), wird vom Nachlassgericht benachrichtigt.

    In Bremen gibt es keine amtliche Erbenermittlung, daher erfolgt grundsätzlich keine Information von erstberufenen gesetzlichen Erben durch das Nachlassgericht.

     

  • Mit der Benachrichtigung über die Testamentseröffnung erhalten Sie auch Hinweise.

    Lesen Sie sich diese bitte aufmerksam durch.

     

    Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an einen Angehörigen der rechtsberatenden Berufe, da das Amtsgericht nicht rechtlich beraten darf.

  • Ihren evtl. Pflichtteil oder ein Vermächtnis müssen Sie den Erben gegenüber geltend machen.

    Das Nachlassgericht wird hier nicht - auch nicht vermittelnd - tätig.

    Bei Bedarf / Schwierigkeiten wenden Sie sich an einen Angehörigen der rechtsberatenden Berufe.

  • Für die Annahme der Erbschaft gibt es keine Form- oder Fristvorschriften.

    Gegebenenfalls erklären Sie allein durch Ihr Verhalten, dass Sie die Erbschaft angenommen haben. Lassen Sie sich daher ggf. rechtlich beraten, welche Handlungen Sie vornehmen dürfen, wenn Sie sich noch nicht entschieden haben sollten, ob Sie die Erbschaft annehmen wollen. Das Nachlassgericht kann Ihnen hierzu keine Auskünfte erteilen.

     

    Allerdings gilt die Erbschaft automatisch als angenommen, wenn sie nicht frist- und formgerecht ausgeschlagen wird. Hierzu lesen Sie bitte die gesonderten Hinweise zur Erbausschlagung.

  • Die Abwicklung des Nachlasses obliegt allein den Erben.

    Das Nachlassgericht wird hier nicht - auch nicht vermittelnd - tätig.

    Bei Bedarf wenden Sie sich an einen Angehörigen der rechtsberatenden Berufe.

  • Benötigen Angehörige zur Regelung des Nachlasses Zugang zur Wohnung und werden die Wohnungsschlüssel beim Nachlassgericht verwahrt, so kann eine Herausgabe der Schlüssel (nur) an die potentiellen Erben erfolgen.

    Sind mehrere Erben vorhanden, so müssen alle mit der Herausgabe der Schlüssel an einen der Erben einverstanden sein. Hierzu reicht es, eine schriftliche Einverständniserklärung vorzulegen.

     

    Zur Schlüsselherausgabe ist vorab ein Termin zu vereinbaren. Hierbei wird geklärt, welche weiteren Nachweise für die Herausgabe im Einzelfall vorzulegen sind.

  • Sie können das zuständige Nachlassgericht schriftlich über das Ableben Ihres Mieters informieren und erfragen, ob Erben bekannt sind.

    Hierzu reichen Sie bitte unbedingt eine Kopie des Mietvertrages als Nachweis Ihres berechtigten Interesses ein. Andernfalls kann Ihnen keine Auskunft erteilt werden.

     

    Sind keine Erben beim Nachlassgericht bekannt, prüft dieses, ob besondere Nachlasssicherungsmaßnahmen zu treffen sind. Hierzu werden auch Informationen zu eventuell vorhandenem Vermögen des Verstorbenen benötigt. Es dient daher der Verfahrensbeschleunigung, wenn mit der Anfrage mitgeteilt wird, bei welcher Bank der Verstorbene das Konto unterhielt, von dem die Mietzahlungen erfolgt sind.

     

    Bezüglich Fragen, welche Rechte und Pflichten Sie nun als Vermieter haben, wenden Sie sich bitte an einen Angehörigen der rechtsberatenden Berufe. Das Nachlassgericht kann Ihnen hierzu keine Informationen geben.

  • Dem Nachlassgericht liegen hierzu in der Regel keine abschließenden Informationen vor. Insbesondere erhält das Nachlassgericht keine Mitteilungen von den Finanzämtern über vorhandenes Vermögen.

    Lassen Sie sich ggf. rechtlich beraten, um in Erfahrung zu bringen, wo Sie die entsprechenden Informationen bekommen können.

  • Die Bestattung ist Angelegenheit der Angehörigen.

    Sind keine Angehörigen bekannt, erfolgt die Bestattung durch das Institut für Rechtsmedizin. Das Nachlassgericht hat keinen Einfluss auf die Bestattung und gibt diese auch nicht in Auftrag. Auch wird das Nachlassgericht nicht über eine erfolgte Bestattung in Kenntnis gesetzt.

  • Hierzu kann das Nachlassgericht keine Auskünfte geben.

    Wenden Sie sich daher bitte an einen Angehörigen der rechtsberatenden Berufe oder an einen Steuerberater.

  • Wenn Sie Ihr berechtigtes Interesse nachweisen können, können Sie Auskunft über mögliche Erben des Verstorbenen erhalten. Ihre Anfrage stellen Sie bitte ausschließlich schriftlich unter Vorlage eines Nachweises (Kopie der Rechnung, Forderungsaufstellung, Vertragsunterlagen).

     

    Wenn Sie wissen wollen, wie Sie Ihre Forderung gegen die Erben oder den Nachlass geltend machen können, müssen Sie sich rechtlich beraten lassen. Das Amtsgericht ist nicht zu einer Rechtsberatung befugt.

  • Auskünfte zum Verfahren können nur an Personen erteilt werden, die ein berechtigtes Interesse haben. Als Kaufinteressent gehören Sie leider nicht zu diesem Personenkreis, so dass Ihnen keine Mitteilung über evtl. Erben gemacht werden kann.